Einweihung Neubau

Die Sonne und das Ehepaar Karl und Irene Gschwendner lachten um die Wette: Endlich ist es geschafft! Der Erweiterungsbau des Seniorenheims St. Michael ist fertiggestellt und wurde am Samstagnachmittag mit einer feierlichen Zeremonie gebührend eingeweiht.

Der Bauherr und Leiter des Seniorenheims konnte in einem eigens aufgestelltem Festzelt viele Ehrengäste willkommen heißen, darunter auch eine Delegation des tschechischen Partneraltenheims mit ihrem Landrat a.D. Pavel Faschingbauer. Mindestens genauso freue er sich aber über die Anwesenheit seiner fleißigen und zuverlässigen Mitarbeiter, namentlich vertreten durch Pflegedienstleiter Andreas Schmaderer und seinen Stellvertreter Michael Heigl, so Gschwendner weiter.

Karl Gschwendner ließ in kurzen Zügen den Werdegang des Unternehmens Revue passieren, seit der Gründung des ambulanten Pflegedienstes im Jahre 1996 mit anfänglich drei Mitarbeitern.

Der Bedarf an Pflegeplätzen wurder schnell erkannt und so konnte bereits ein Jahr später das Seniorenheim mit 38 Pflegeplätzen bezogen werden. 1999 und 2006 erfolgten zwei Erweiterungen des Heims mit integrierter, geschlossener Dementenstation und insgesamt 80 Pflegeplätzen.

Der Heimleiter ging auf das umfangreiche Leistungsspektrum sowohl des ambulanten Pflegedienstes, der derzeit etwa 180 Patienten im ganzen Landkreis betreut, als auch des Seniorenheims St. Michael ein. Ein ganz großes Plus des Pflegedienstes Gschwendner sei die Tagespflege an 365 Tagen im Jahr, jeweils von 6 bis 20 Uhr, das in der Form sonst nirgends geboten werde.

Viele Schwierigkeiten baulicher Art waren dann zu überwinden beim neuen Erweiterungsbau. Das neue Haus verfügt über drei Stationen mit weiteren 40 Pflegeplätzen, einen großen Konferenzraum und einer Großküche mit multifunktionalem Kochherd, dem ganzen Stolz des Küchenpersonals, ausgerichtet für die tägliche Verpflegung on 200 Personen. Durch den Umzug der Küche entstand im bestehenden Gebäude Platz für eine eigene Hauskapelle, bestuhlt mit dem Mobiliar der Kapelle des alten Rodinger Krankenhauses. Ein ganz großes Dankeschön richtete Gschwendner an alle, die das neue Projekt unterstützt haben, allen voran seine Frau Irene, die Eltern, und vor allem auch seine derzeit etwa 200 Mitarbeiter, die das Unternehmen stets tatkräftig unterstützen, nicht nur im pflegerischen Bereich, sondern auch mit ihrer Kreativität und ihrem Einfallsreichtum.

Landrat Franz Löffler beglückwünschte das Ehepaar Gschwendner zum gelungenen Projekt und dankte für "die richtige Antwort auf die Herausforderungen durch den demographischen Wandel". Der Landrat freute sich auch darüber, dass die Gschwendners erkennbar ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen, was sich in der hohen Qualität der Pflege widerspiegle. Er wünschte dem Wirtschaftsunternehmen Gschwendner weiterhin viel Erfolg und lobte die Verantwortung für so viel Personal, vor allem auch bei der momentanen Ausbildung von 18 Pflegekräften.
Auch Bürgermeister Franz Reichhold lobte die "hervorragende Pflegeeinrichtung mit ihrem hervorragenden Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus und ihren hervorragenden Leistungen". und gratulierte zum Erweiterungsbau. Pflegebedürftige Menschen seien angewiesen auf Liebe, Geborgenheit und Pflege, und genau diese Dinge finden die Bewohner im Seniorenheim St. Michael, hier seien die Menschen sehr gut aufgehoben. Den Bewohnern wünschte Reichhold noch viel Lebensfreude und allen Beschäftigten stets eine glückliche Hand.

Bauunternehmer Anton Aumer skizzierte die Entstehungsgeschichte des Neubaus unter Einbeziehung aller Beteiligten und der örtlichen Gegebenheiten. Entstanden sind 1890 Quadratmeter neue Nutzfläche und ein unterirdischer Verbindungstunnel zwischen Bestand und Neubau. Aumer dankte stellvertretend für alle am Bau beteiligten Firmen für das entgegengebrachte Vertrauen, der Stadt und dem Landkreis für die Unterstützung und vor allem auch den Nachbarn für ihre Geduld. Anstelle der obligatorischen Schlüsselübergabe kam Aumer dem Wunsch einer Bewohnerin nach und ließ eine sehr beeindruckende Skulptur des Heiligen Michael vom Rodinger Künstler Michael Plonka anfertigen, die er als Geschenck überreichte.
Stadtpfarrer Holger Kruschina und der evangelische Pfarrer Norbert Ehrensperger nahmen anschließend die Segnung des neuen Gebäudes vor. Sie wünschten den Mitarbeitern viel Kraft, den Menschen im Heim die verdiente Würde in den letzten Lebensjahren zu schenken und so viel Wärme und Herzlichkeit spüren zu lassen bei den täglichen Begegnungen.
(Quelle: Chamer Zeitung, 17.10.2011)